Info I/2002 |
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Liebe ambulant arthroskopierende Kolleginnen und Kollegen, die Gesundheitspolitik tritt auf der Stelle. Als erstes machte der EBM 2000 plus – der zumindest als Zwischenlösung die Situation des Ambulanten Operierens gebessert hätte – eine Bauchlandung. Zwar ist er noch nicht endgültig gescheitert, aber an eine Einführung vor 2004 ist nicht mehr zu denken. Am 16.11.2001 hatte der KBV Länderausschuss ihn abgewiesen; sowohl dem Länderausschuss als auch der KBV-Vertreterversammlung war der EBM nicht ausgereift genug. Gefordert wurde die Bildung von indikations-, diagnose-, symptom- und ablaufbezogenen Komplexen. Die KBV will nun den erweiterten Bewertungsausschuss anrufen, der zum einen unparteiisch ist und in dem zum anderen nach dem Prinzip der Einstimmigkeit entschieden wird. Die dreiseitigen Gespräche zum Katalog ambulanter Operationen nach §115 b fielen dann im Dezember auf die Nase. Sie scheiterten an der sturen Haltung der Krankenkassen, die kein zusätzliches Geld ins System geben wollen, während die KBV – was sicher richtig ist – auf einer extra-budgetären Honorierung zu festen Punktwerten besteht. Auch geht den Kassen der Grundsatz "ambulant vor stationär" in dem von DKG und KBV erarbeiteten Katalog nicht weit genug. Man geht allerdings noch nicht vor das Schiedsamt, was der Gesetzgeber für den Fall des Scheiterns vorgesehen hat, sondern verhandelt auf unterer Ebene weiter. Das ist gut so, denn der Katalog ambulanter Operationen, in dem die Arthroskopieziffern ebenso wie für den neuen EBM in enger Zusammenarbeit zwischen dem BVASK und Dr. Andreas Köhler von der KBV entwickelt wurden, würde die Situation der ambulanten Arthroskopiker deutlich entspannen. Ebenfalls gescheitert - und zwar am Egoismus der Länder - sind am 1. Februar 02 die DRG's im Bundesrat. Äusserst vordergründig sind aus kleinkarierten, lokalpolitischen Gründen die Bundesländer nicht daran interessiert, dass das Fallpauschalengesetz so in Kraft tritt. Sie wollen vielmehr verhindern, dass unrentable Krankenhäuser auf der Strecke bleiben. Mit einem enormen Kraft- und Finanzaufwand, in einer zudem sehr engen Zeitschiene, hatten die Beteiligten für die DRG-Einführung 2003 große Vorarbeit geleistet. Mit dem vorläufigen Scheitern ist zunächst die Chance, mit Fallpauschalen eine sinnvolle Änderung des derzeit praktizierten Mischsystems, das das warme Bett aber nicht die Leistung honoriert, vertan. Somit schwindet auch die Chance der Einführung von DRG's für Ambulante Opera- tionen. Aus der Sicht des BVASK ist das alles höchst ärgerlich. Zweifelsohne würde dieses neue Vergütungssystem – auch wenn bislang keine Fallpauschalen für ambulante Leistungen vorgesehen waren – die Struktur im Gesundheitswesen erheblich verändern, was dem Ambulanten Operieren zugute käme. Wir glauben nicht, dass dank der Verzögerung jetzt doch noch Fallpauschalen für das Ambulante Operieren kreiert werden. Positiv dürfte sich dieses Durchhängen aber für die Strukturverträge auswirken. So stur und uneinsichtig die Spitzenverbände der Krankenkassen in ihren Verhandlungen sind, so gut wissen die Landesfürsten der Krankenkassen vor Ort, was ihnen und ihren Patienten das Engagement der ambulanten Operateure bringt. Bundesweit werden von vorausschauenden Landesverbänden Strukturverträge verlängert, erweitert, gekündigte wieder auferweckt, ja sogar neue installiert. Da kann einem der Spatz in der Hand allemal lieber sein, als die Taube auf dem Dach, wie sie auf unserer Jahrestagung (siehe Programm), zu der wir Sie herzlich einladen, erfahren werden. Achtung: Anmeldung zur diesjährigen Jahrestagung mit beiliegendem Gutschein (s. S.3). Der Vorstand Seehofer: Wandlung vom Saulus zum PaulusAm 17.10. des vergangen Jahres fand auf Einladung von
Hermann Gröhe, MdB im Kreis Neuss, ein gesundheitspolitisches Fachgespräch
mit dem Bundesminister a.D. Horst Seehofer MdB, stellvertretender
Vorsitzender der CDU/CSU Bundestagsfraktion, statt. Hier in aller Kürze die Meinung von Herrn Seehofer zu aktuellen gesundheitspolitischen Themen: Budgetierung: Abschaffen. GKV-Leistungskatalog: auch Spitzenmedizin muss für alle Versicherten erhalten bleiben, keine Einschränkung des GKV-Leistungskatalogs. Finanzierung von Gesundheitsleistungen: über Selbstbehalte, Beitragsrückgewähr, Risikozuschläge, Arzneimittel, Heil-und Hilfsmittelzuzahlungen. Vergütung: über DRG's für Krankenhäuser, Einzelleistungsvergütung bei vereinfachten Gebührenordnungen für Niedergelassene. Hausarzt: Kein Hausarztsystem, freie Arztwahl, aber besondere Rolle des Hausarztes bei Versorgung denkbar (z.B. Beitragsverringerung bei Erstinanspruchnahme des Hausarztes). Versorgungsstrukturen: Dezentrale Versorgungsstrukturen, kein Monopol der Krankenkassen. Werbung: Aufhebung des Werbeverbots für Ärzte. Sicherstellungsauftrag: Vertragswettbewerb, Flexibilisierung des körperschaftlich organisierten Systems. Prävention: Ausbau der Prävention mit finanziellen Anreizen für den Patienten (Teilnahme an Prävention: Beitragsrückgewähr).
Hingegen scheinen seine Vorschläge zur Finanzierung eines zukünftigen Hochleistungsgesundheitswesens ohne prinzipielle Leistungsausschlüsse für gesetzlich Versicherte noch unausgegoren. So will er weder die Gewinnspannen von Pharmaindustrie oder Apotheken schmälern, noch der möglichen 'selbstgemachten Mengenausweitung' bei Leistungsanbietern einen externen Riegel vorschieben. Ob aber die Selbstreinigungskräfte bei oben genannten Gruppen ausreichen, der Verlockung des Geldes zu widerstehen, scheint mir zweifelhaft. Ebenso ist es unwahrscheinlich, dass Kranenkassen und Selbstverwaltungen sich selbst entbürokratisieren. Das wird auch Seehofer klar sein. Vor den Wahlen möchte er aber keiner Gruppe vor den Kopf stoßen. Sollte er noch einmal auf dem wackeligen Chefsessel im Gesundheitsministerium Platz nehmen, wird er für jede Gruppe auch bittere Pillen bereithalten. Für die Ärzteschaft wird diese - da braucht man kein Prophet zu sein - in zunehmenden Qualitätsanforderungen und schärfer werdendem Wettbewerb in Klinik und Praxis liegen. Hierauf haben wir uns einzustellen. Emanuel Ingenhoven Fresenius Sonderkonditionen für BVASK MitgliederSeit April 2001 ist die aescoLOGIC AG offizieller Kooperationspartner des BVASK für die Belieferung mit Praxis- und Sprechstundenbedarf. Ab sofort können BVASK Mitglieder auch Fresenius Spüllösungen zu besonders günstigen Konditionen über die aescoLOGIC beziehen. Diese Vereinbarung ist ein wesentlicher Erfolg der Zusammenarbeit zwischen beiden Partnern. Das Angebot an Produkt- und Serviceleistungen für den ambulanten Operateur wird ständig durch Kooperationsabkommen mit wichtigen Herstellerfirmen erweitert. Im 2.Quartal 2002 wird die aescoLOGIC AG für BVASK-Mitglieder ein standardisiertes OP-Abdecksystem anbieten, welches sich durch ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis auszeichnet. Um in den Genuss der Fresenius Sonderkonditionen zu kommen (z.B. Fresenius Purisole® 2 x 5.000 ml Beutel ab 17,99 EUR), faxen Sie einfach das beigefügte Rückantwort-Formular an die aescoLOGIC AG. Kommentar: Der Vorstand 13. BVASK Jahrestagung Hauptversammlung
– Neuss 31.Mai/1.Juni 2002
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| Donnerstag, 30.Mai 2002 | |
| Gemeinschaftsabend des BVASK (kostenfrei) | |
| im Foyer des Dorint-Hotels – für leibliches Wohl und Unterhaltung ist gesorgt – mit Kongresspräsident und Referenten des DVSE-Kongresses | |
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Freitag, 31.Mai 2002 |
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| 08.30 – 17.30 Uhr | Wissenschaftliches Programm: DVSE-Kongress (s. beigefügtes Programm) |
| 17.45 Uhr | Hauptversamlung des BVASK e.V., Vorstandswahlen |
| ab 20.00 Uhr | "Get together" im Rheinischen Landestheater, Neuss |
| Samstag,1.Juni 2002 | |
| 10.30 – 12.30 Uhr: | Zukunft des Ambulanten
Operierens Vorsitz: E. Ingenhoven, G. Feldkamp |
| 10.15 - 10.30 Uhr | Ausser Spesen nichts gewesen? Bericht zur Lage der ambulanten Arthroskopie E. Ingenhoven, BVASK |
| 10.30 - 10.50 Uhr | Warum hinkt die GOÄ hinterher?
Moderne Operationsmethoden in der GOÄ R. Klakow-Franck, BÄK |
| 10.50 - 11.10 Uhr | Die Berufsgenossenschaften
und das Ambulante Operieren Hauptverband der Berufsgenossenschaften (HVBG) |
| 11.10 - 11.30 Uhr | Eine unendliche Geschichte
.... Zukunft des Ambulanten Operieren aus Sicht der KBV A. Köhler, KBV |
| 11.30 - 12.30 Uhr | round table Leitung: H. Biermann Teilnehmer: Feldkamp, Ingenhoven, Klakow-Franck, Köhler |
| 12.30 - 14.30 Uhr | Mittagspause – Ausstellung |
| 14.30 - 15.30 Uhr | Fragen zur Abrechnung: GOÄ
und BG-GOÄ Michael Kubosch, Regina Klakow-Franck, G. Feldkamp |
| 15.30 - 16.00 Uhr | Kaffeepause |
| 16.00 - 18.00 Uhr | Qualis®/BVASK-Qualitätssicherungs-Seminar
E. Ingenhoven |
Dienstag 9.00-11.00 Uhr
Mittwoch 12.00-14.00 Uhr
Die Geschäftsstellenleitung hat seit 1.12.2001 Frau Agnes Koch, die sich über die rege Kommunikation mit der Geschäftsstelle freut.
Der BVASK im Internet: www.bvask.de
Das neue BVASK-Qualitätssicherungsprogramm ist an alle Mitglieder versandt worden. Es beruht auf neuester Technik und nutzt die aktuellen Qualis®-Features. Die bewährte Qualis®-Technologie ermöglicht uns die angestrebte Vernetzung zur Qualitätssicherung nicht nur preiswert, sondern auch technisch sicher. Die Teilnahme an der BVASK-Qualitätssicherung ist für BVASK-Mitglieder Pflicht, der alle nachkommen sollten.
Um unseren wissenschaftlichen und qualitätsorientierten Ansprüchen gerecht zu werden, wird die Auswertung der BVASK-Daten in unserem Auftrag durch das QualisKuratorium e.V. und seinen wissenschaftlichen Beiräten durchgeführt. Der BVASK ist korporatives Mitglied im QualisKuratoriums e.V.
Die BVASK-Qualitätssicherung (wir sind der erste deutsche ärztliche Berufsverband mit elektronischer Vernetzung!) eröffnet uns viele Möglichkeiten:
Die über die Qualitätssicherung vom BVASK-Vorstand – anonymisiert – erhobenen Daten erleichtern uns die Argumentation gegenüber Kostenträgern und KV'en erheblich.
Zusätzlich arbeitet der Vorstand derzeit daran, ein um die Qualitätssicherung angesiedeltes Vertragswerk zu schaffen.
Der BVASK-Qualitätssicherungsbogen zur OP und zum postoperativen Verlauf wird elektronisch – unter Nutzung der Qualis®-Editiermöglichkeiten – ausgefüllt und, anonymisiert und hochverschlüsselt, dem BVASK-Server geschickt.
Das Programm ist netzfähig. Stammdaten können unter Nutzung der integrierten BDT-Schnittstelle von den meisten Praxisprogrammen übernommen werden.
Sie können entweder das Programm von der CD auf Ihrem Rechner installieren oder das Angebot der aescoLOGIC AG wahrnehmen und die auf den Rechnern dieser Firma vorinstallierte BVASK/Qualis®-Software nutzen (siehe Info I+II/2001).
Die Nutzung des BVASK-Qualitätssicherungsprogramms ist für Mitglieder kostenfrei.
Wir haben mit Hilfe der Fa. OrthoServe eine Hotline
eingerichtet:
Tel.: 0211-9337801 (Mi 14.00-17.00)
E-Mail Support: support@qualis.de
eing
Die Zeitprofile, mit denen bundesweit einheitlich eine Grundlage für Plausibilitätskontrollen der abgerechneten ärztlichen Leistungen geschaffen werden soll, liegen jetzt vor. Spätestens in sechs bis zwölf Monaten sollen ärztliche Abrechnungen in ganz Deutschland weitgehend nach den gleichen Kriterien überprüft werden.
Jeder abgerechneten EBM-Ziffer wird dann einem Minutenwert zugeordnet sein. Sollen die Zeitwerte aller an einem Tag aberechneten Ziffern mehr als 16 Stunden betragen oder im Quartal pro Tag im Schnitt mehr als 13 Stunden, gilt das als Auffälligkeit und löst ein Prüfverfahren aus.
Einige Zeitprofile sind für die Orthopäden nicht ganz unproblematisch, so werden z.B. Verbände mit 3-15 Minuten angesetzt, allerdings sind diese Leistungen als 'teilweise deligierbar' deklariert. Wie sich das in der Praxis auswirken wird, ist aber noch unklar.
Die kompletten Zeitprofile - in der noch nicht endgültigen Version - sind im Internet unter www.facharzt.de einsehbar (für Fachärzte kostenfreier Zugang).
eing
Herausgeber, Layout und V.i.S.d.P.:
Bundesverband für Ambulante Arthroskopie e.V.
41460 Neuss, Breite Str.96
Tel.: (02131) 153840, Fax: 25412
Redaktion: Anne Marie Feldkamp,
amf-Redaktion, Rotteland 45, 44797 Bochum
Dr. Georg Feldkamp
Marianne Hohenschutz
Dr. Emanuel Ingenhoven
Druck: Gebrüder Hoose GmbH, Bochum
