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Info III/2005

 

Editorial
Wichtig! Abrechnungsänderung für Simultaneingriffe im EBM
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Neumitglieder
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Eigene Erfahrungen mit der Einführung eines Qualitätsmanagements in der Praxis
Bericht über die Mitgliederversammlung/BVASK-Kongress Hamburg am 27.5.2005
17. BVASK-Kongress und Hauptversammlung München, Praterinsel, 26. und 27. Mai 2006

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Gesetzgeber hat im §73c, SGB V die Voraussetzung für Versorgungsaufträge geschaffen, die „bestimmte qualitative oder organisatorische Anforderungen an die Vertragsärzte stellt” (s.u.).

Dr. Andreas Köhler, 1. Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hat auf unserem Jahreskongress in Hamburg zugesagt, zusammen mit dem BVASK und den Krankenkassen nach diesem Paragraphen einen bundesweit gültigen, dreiseitigen Vertrag zu arthroskopischen Operationen abschließen zu wollen, wenn alle BVASK-Mitglieder an der BVASK-Qualitätssicherung teilnehmen.

Dies ist für jedes Verbandsmitglied eine außergewöhnliche Chance und die ungleich bessere Alternative zur individuellen Teilnahme an Integrationsverträgen. So stehen wir jetzt vor der Aufgabe, Sie alle zur Teilnahme an der Qualitätssicherung zu bewegen. Winken doch feste Vergütungssätze für qualitätsgesicherte arthroskopische Eingriffe. Diesem Zwang der Fakten können wir uns nicht entziehen. Unser gemeinsames Ziel ist also in greifbare Nähe gerückt: angemessene, außerbudgetäre Vergütung zu festen Euro-Beträgen.

Aus diesem Grunde haben vor einigen Wochen heute diejenigen, die bisher nicht an unserer Qualitätssicherung teilnehmen bzw. in den letzten Monaten eine CD angefordert haben oder als Neumitglieder zugeschickt bekamen, erneut alles erhalten, was Sie benötigen:

  • die Programm-CD Qualis®
  • eine Installationsanleitung (bitte unbedingt hiernach vorgehen!)
  • eine Bedienungsanleitung
  • die individuelle ID

Das Programm ist einfach zu installieren, unabhängig von Praxissystemen und simpel zu bedienen. Es ermöglicht Ihnen – falls gewünscht - neben der Qualitätssicherung eine schnelle und umfassende Dokumentation Ihrer Praxistätigkeit inklusive OP-Berichten und OP-Buch. Die gesammelten Daten bleiben in unserem Besitz und in Ihrem Zugriff. Dieser Datenpool stellt eine unschätzbare Argumentationshilfe bei Finanzierungsentscheidungen, Verhandlungen zur Vergütung arthoskopischer Operationen und Ausgestaltung von Verträgen dar.

Die Qualitätssicherung unterscheidet uns von allen anderen Anbietern auf dem Markt: Vertragsärzte ohne BVASK-Mitgliedschaft und Krankenhäuser. Wir sind fest entschlossen, diesen Vorteil als Marketing- und Verhandlungsvorteil zu nutzen. Die Grundlage hierfür ist von ca. 35 Verbandsmitgliedern gelegt worden, die regelmäßig Daten an unseren Server übertragen. Hiervon können jetzt alle Mitglieder profitieren. Unbegrenzt und tatenlos wird der Vorstand die ungleiche Lastenverteilung allerdings nicht ansehen können. Im Herbst diesen Jahres werden wir die ersten Verhandlungen in Berlin führen. Ab Ende des Jahres wird sich der Vorstand mit nicht teilnahmewilligen Mitgliedern befassen, da nur bei vollzähliger Teilnahme der angestrebte Vertrag unter Federführung unseres Verbandes zu erlangen ist. Die nicht teilnehmenden Kollegen werden dann satzungsgemäß ausgeschlossen.

Lassen Sie es nicht soweit kommen. Lassen Sie uns die Chance gemeinsam nutzen.

Für den Vorstand, Ihr

 

SGB V, § 73c. Förderung der Qualität in der vertragsärztlichen Versorgung

(1) In den Gesamtverträgen können Versorgungsaufträge vereinbart werden, deren Durchführung bestimmte qualitative oder organisatorische Anforderungen an die Vertragsärzte stellt. Dabei sind außerdem Regelungen zu treffen, wie die Erfüllung dieser besonderen Versorgungsaufträge zu vergüten ist sowie ob und wie diese Vergütung auf die in den Gesamtverträgen nach § 85 oder § 85a vereinbarten Vergütungen anzurechnen ist. Bundesmantelvertragliche Regelungen sind möglich.

(2) In den Verträgen nach Absatz 1 ist zu regeln, ob Vertragsärzte, die der Kassenärztlichen Vereinigung nachweisen, dass sie die vereinbarten Anforderungen erfüllen, einen Anspruch auf Durchführung der Versorgungsaufträge im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung haben. Wird keine Vereinbarung nach Satz 1 geschlossen, können Krankenkassen mit Vertragsärzten Verträge zur Durchführung der nach Absatz 1 gesamtvertraglich vereinbarten Versorgungsaufträge schließen. Die Aufforderung zur Abgabe eines Angebots ist unter Bekanntgabe objektiver Auswahlkriterien öffentlich auszuschreiben.
________
§ 73 c: Eingef. durch Art. 1 Nr. 50 GMG mWv 01.01.2004

Wichtig!

Abrechnungsänderung für Simultaneingriffe im EBM

Der Arbeitsausschuss des Bewertungsausschusses hat in seiner 270. Sitzung die Bestimmungen für die Abrechnung von Simultaneingriffen im neuen EBM mit Wirkung zum 1.7.2005 mit dem Interpretationsbeschluss Nr. 66 geändert.
„Maßgeblich für die Berechnung der Zuschlagsposition für Simultaneingriffe nach der Präambel 2.1 Nr. 3 zum EBM ist nicht die Überschreitung der kalkulatorischen Schnitt-Naht-Zeit der Kategorie des Haupteingriffes, sondern die Überschreitung der tatsächlichen Schnitt-Naht-Zeit des jeweiligen Haupteingriffes.”
Übersetzt heißt das: Simultaneingriffe sind also jetzt unabhängig von der tatsächlichen OP-Zeit des Haupteingriffes abrechenbar, soweit der zusätzliche Eingriff 15 Minuten OP-Zeit überschreitet. Die Abrechnung erfolgt wie bisher mit Berechnung der Zuschlagsziffer, bei arthroskopischen Operationen also der Ziffer 31148, und zwar je verbrauchte 15 Minuten ein Mal. Dies gilt auch für mehrere Simultaneingriffe.
Geändert hat sich also nur, dass die Conditio sine qua non, der Verbrauch der kalkulierten OP-Zeit des Haupteingriffes, ehe die Zuschlagsziffer abgerechnet werden kann, wegfällt.
Simultaneingriffe sind Eingriffe, die eine separate Diagnose und eine separate Prozedur beinhalten und für die ein gesonderter Zugangsweg oder ein Wechsel der vorhandenen Portale (bei arthroskopischen Eingriffen) notwendig wird.
ICD-Codierung und OPS-Schlüssel für Haupt- und Nebeneingriff(e) sind unbedingt in der Abrechnung anzugeben. OP-Zeiten müssen im OP-Bericht/OP-Protokoll vermerkt werden.

Beispiel:

  • Diagnose: LCA-Ruptur (ICD:S83.53) und traumatischer Innenmeniskusschaden im Hinterhorn (ICD:S83.22)
  • Therapie: Ersatz des LCA durch Semitendinosus-Transplantat (E6) (ICPM:5-813.4) und Naht des Innenmenikus (E4) (ICPM:5-812.7)
  • Zeiten: Kreuzband-OP 80 Minuten, IM-Naht 25 Minuten
  • Abrechnung: Kat. E6, OP-Ziffer 31146, Sachkosten 40754, Zuschlagsziffer Kat. E8 (31148) 1 x, (Überwachung 31506, Nachbeh. Überweiser 31620, Nachbeh. Operateur 31621, Narkose 31826)

Wenn zusätzlich noch z.B. bei der Diagnose ‚Akuter Knorpelschaden (ICD:S83.3) med. Kompartment’ eine ‚Mikrofrakturierung med. Femurkondyle (E3) (ICPM:5- 812.2h)’ mit einer OP-Zeit von 15 Minuten oder mehr OP-Zeit für diesen Nebeneingriff durchgeführt wurde, kann die Zuschlagsziffer Kat. E8 (31148) ein weiteres Mal abgerechnet werden.

Kommentar

Diese Entscheidung ist problematisch. Sie wurde übrigens ohne Rücksprache mit den Berufsverbänden gefällt.

  • In Zeiten der Budgetierung werden alle nun mehr Punkte abrechnen (müssen), die sich aber keineswegs in einem Mehr an Euro auswirken werden. Es kommt ggf. höchstens zu einer Verwerfung der Abrechnung von Operationen über den EBM. Ein Wiederaufleben alter Abrechnungsziffernketten ist in einigen Fachbereichen zu befürchten.
  • Die Plausibilitätsproblematik wird hierdurch verstärkt.
  • In Zukunft werden die KBV und die Krankenkassen uns den Spiegel vorhalten: Die kalkulatorische Zeitvorgabe der Eingriffe sei zu großzügig bemessen, die Operationen werden alle schneller erbracht. Aus diesem Grunde ist mittel- bis langfristig eine Abwertung der Bewertung der einzelnen Operationen zu befürchten.

In diese Situation werden wir durch die Entscheidung der eigenen Standesvertreter gebracht, welche die Folgen ihrer Entscheidungen entweder nicht abschätzen (können) oder sie bewusst, unter Inkaufnahme oder willentlicher Herbeiführung der absehbaren Folgen, getroffen haben. Zur Zeit kann ich Ihnen nur raten – wie alle anderen – die neuen Abrechnungsmöglichkeiten noch für das 3. Quartal 2005 zu nutzen.

Emanuel Ingenhoven


Geschäftsstelle

Bundesverband für Ambulante Arthroskopie e.V.
c./o. Dr. E. Ingenhoven
Breite Str. 96
41460 Neuss
Tel.: 02131-153840
Fax: 02131-25412
Mail: mail@bvask.de
Web: www.bvask.de


Geschäftszeiten

Dienstag 14.00-16.00 Uhr
Mittwoch 14.00-16.00 Uhr
Die Geschäftsstellenleitung hat Frau Agnes Koch.


Wir freuen uns, folgende Neumitglieder begrüßen zu können:

Dres. med. H.-G. Pape/Michael Ohlmeier,
59269 Beckum
Dr. med. Joerg Petermann,
63906 Erlenbach
Dr. med. Johannes Scheufele,
64807 Dieburg
Dr. med. Ralf Wilhelm Schmitz,
24148 Kiel
Dr. med. Oliver Sotke,
63607 Wächtersbach
Dr. med. Helmut Wagner,
12555 Berlin

Der Vorstand


Impressum:

Herausgeber, Layout und V.i.S.d.P.:
Bundesverband für Ambulante Arthroskopie e.V.
41460 Neuss, Breite Str.96

Tel.: (02131) 153840, Fax: 25412
Redaktion dieser Ausgabe:
Dr. Emanuel Ingenhoven
Dr. Friedhelm Schmitz
Dr. Axel und A. Lorbach
Druck: Biermann Verlag


Eigene Erfahrungen mit der Einführung eines Qualitätsmanagements in der Praxis

Gegen Ende des Jahres 2001 wurde die Idee einer gemeinsamen Implementierung eines QM-Systems im Rahmen eines Pilotprojektes mit vier weiteren orthopädischen Praxen im Saarland geboren. In Anbetracht der bereits damals sich abzeichnenden politischen Vorgaben versprachen sich die teilnehmenden Praxen u.a. auch einen strategischen Vorsprung auf dem Wege der für die gesamte Ärzteschaft geforderten Einführung eines Qualitätsmanagementes. Mit Innovationen zu glänzen würde eher ein Presseecho hervorrufen, als später zwangsweise mitzumachen in der Anonymität der Allgemeinheit.
Alle waren sich einig, dass die Patienten nach der angestrebten Zertfizierung in steigender Zahl die Praxen aufsuchen würden ob des deutlich gestiegenen Qualitäts- und Imagegewinnes.
Voraussetzung für eine zielgerichtete Arbeit war die ständige Betreuung durch eine QM-Beraterin, die sich im Besonderen auf die Beratung von Ärzten spezialisiert hat. Der ausgehandelte Preis für das Gesamtpaket betrug ca. 7000 Euro.
Die zeitlichen Inanspruchnahmen der teilnehmenden Ärzte sollten auf ein Minimum beschränkt bleiben, die Motivation der zusätzlich geforderten Praxismitarbeiterinnen durch straffe Ziel- und Zeitvorgaben mit entsprechenden Erfolgsbestätigungen hochgehalten werden.

Zielsetzung:

  • Festlegung eindeutiger Arbeitsabläufe
  • Definition klarer Zuständigkeiten
  • Entwicklung eines KVP für die Ärzte im Projekt (kontinuierlicher Verbesserungs-Prozess)

Umsetzung:

  • Erstellung eines genauen Zeitplanes (neun Monate)
    Beginn: 01.2002/Zertifizierung 9.2002
    1. Systementwicklung und Aufbau
    2. Systeminstallation u. -umsetzung
    3. Arbeiten mit dem System
  • Terminplanung für Helferinnenseminare/ Prozess-Workshops/interne Audits und Vorbereitung der Zertifizierung
  • Ist-Analyse der Praxis anhand eines detaillierten Fragebogens
  • Vorbereitung einer Patientenbefragung
  • Erarbeitung eine QM-Handbuchs
    Zielvorgaben
    Planungen
    Strategien
    Konzepte
    Organigramme
  • Erstellung eines Funktionshandbuches für Checklisten und Arbeitsanweisungen
  • Anlage eines Ordners mit aktuellen Dokumenten/ Protokollen und Schulungsplänen
  • Einführung eines Beschwerdemanagements
  • Durchführung regelmäßiger Teambesprechungen
  • Beurteilung und entsprechende Auswahl der Lieferanten
  • Benennung einzelner Beauftragter für die Bereiche
    Hygiene
    Datenschutz
    Arbeitssicherheit

Erfahrungen seit Einführung:

  • Die Praxis wurde zu Beginn der Einführung komplett und in jedem Detail auf Schwachstellen analysiert.
  • Die Praxisabläufe wurden perfektioniert.
  • Die Einführung eines Beschwerdemanagements ließ Fehlentwicklungen rechtzeitig erkennen, was dazu führte, dass die Mitarbeiterinnen im Umgang mit Patienten deutlich sensibler agieren.
  • Komplizierte, zeitaufwendige Vorgehensweisen wurden auf Sinnhaftigkeit hinterfragt, abgeschafft bzw. vereinfacht.
  • Die durchgeführte Patientenbefragung gab eindeutig Aufschluss über Störungen im Praxisablauf und Patientenzufriedenheit.
  • Die Wartezeiten (Hauptbeschwerdepunkt der Befragung) konnten aufgrund genauer Analysen auf 30-35 min im Schnitt verkürzt werden.
  • Aufgrund obligatorischer Schulungen (intern wie extern) wurde die Qualifikation der Mitarbeiter erhöht.
  • Die Motivation der Helferinnen wurde aufgrund neu verteilter Kompetenzen verbessert.
  • Die Dokumentation eines jeden Handlungsablaufes macht bei Ausfällen die Einarbeitung einer neuen Mitarbeiterin sehr viel einfacher.
  • Aufgrund der Einführung eines KVP (= kontinuierlicher Verbesserungsprozess) wird die Praxis ständig auf Optimierungsmöglichkeiten überprüft.
  • Standardisierte Kontrollen in den Bereichen
    Hygiene
    Datenschutz
    Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen
    Medikamentenvorrat
    werden nicht mehr zufällig erledigt.

Fazit:

Die Einführung des QM-Systems war verbunden mit enormem Zeitaufwand für das gesamte Praxisteam und rel. hohen Kosten für die Zertifizierung.

Die Kosten einerseits sind schmerzlich, andererseits ermöglicht die Hilfe externer Beratung eine sehr straffe und strukturierte Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen, ohne eine übermäßige zeitliche Inanspruchnahme des Arztes.

Bekanntermaßen fällt es Externen mit entsprechender Erfahrung leichter, gegen unvermeidliche Vorbehalte des Teams (einschl. des Dr.) sämtliche Praxisabläufe auf den Prüfstand zu stellen und die notwendigen Änderungen einzuleiten.

Marketingvorteile bzw. finanzielle Anreize (z.B. Anstieg der Fallzahlen, ggf. Personaleinsparungen) sind als Triebfeder für QM kein wirkliches Thema mehr, diesbezüglich hat sich relativ schnell Ernüchterung eingestellt.

Die Zufriedenheit erwächst aus der Erfahrung, dass die Arbeitsabläufe wieder besser funktionieren, die Motivation aller einen Schub erfährt, und die Patienten dies auch merken.

Todfeind eines QM-Systems ist eine schleichende Routinementalität, die eine ständige Auseinandersetzung mit den selbst gewählten Zielvorgaben behindert. Hier ist in besonderem Maße der Praxisinhaber gefragt, QM muss vorgelebt werden!

Auf die Frage, ob ich den beschriebenen Aufwand in dieser Form nochmals eingehen würde, lautete die Antwort eindeutig: Ja , die Sache war es wert!

Schmelz, den 01.08.2005
A. u. A. Lorbach


Bericht über die Mitgliederversammlung

BVASK-Kongress Hamburg am 27.5.2005

Anwesend waren 38 Mitglieder. Nach Feststellung der Beschlussfähigkeit und zeitgerechten Zusendung der Einladung und Veröffentlichung der geplanten Satzungsänderung gemäß Vereinssatzung wurden folgende Tagesordnungspunkte behandelt:

1. Bericht des Vorsitzenden:

Dr. Ingenhoven gab einen Überblick über die Arbeit des Vorstandes im Jahr 2004 und die derzeitige berufspolitische Situation:
Der BVASK wurde durch die KBV in die Erarbeitung des Kapitels „arthroskopische Operationen” des EBM 2000+ miteinbezogen. Die vorgelegten Vorschläge für die Vergütung der Sachkosten wurden vom Verband betriebswirtschaftlich berechnet. Leider wurde jedoch von der KBV nicht den Vorschlägen gefolgt, die Sachkosten sind jetzt deutlich niedriger als vom BVASK berechnet. Auch die Bewertung der einzelnen arthroskopischen Eingriffe und deren Einstufung entspricht häufig nicht den Berechnungen des BVASK. Ziel sei es jetzt, bei der BKV eine Aufwertung der Sachkosten der E2-Operationen auf das Niveau von E3-OP`s zu erreichen. Desweiteren versuche man, jetzt eine für alle KV’en gültige Regelung der Sachkosten für Implantate zu erreichen.
Im Oktober 2004 ist erstmalig das Verbands-Organ Kompakt AMSI erschienen. Es ist das offizielle berufspolitische Organ des BVASK und besteht aus einer Mischung von wissenschaftlichen Arbeiten, Abstracts von interessanten Veröffentlichungen, CME-Beiträgen zum Erwerb von Fortbildungspunkten und Mitteilungen des BVASK.
Die Teilname an der BVASK-Qualitätssicherung lässt weiter zu wünschen übrig. Zur Zeit würden ca. 35 Ärzte regelmäßig Datenmaterial übermitteln. Der Vorstand setzt sich weiterhin für Sonderverträge unter Einbeziehung der Qualitätssicherung ein.

2. Bericht des Kassenwartes:

Dr. Schmeink legt die aktuellen Zahlen für die Geschäftsjahre 2004 und 2005 dar.
Das für 2004 veranlagte Budget wurde erfüllt, für 2005 wird je nach Ausfall der Abrechnung des laufenden Kongresses in Hamburg ein Überschuss von ca. 15000 Euro erwartet.

3. Bericht der Kassenprüfer:

Die Kassenunterlagen für das Jahr 2003 wurden von den beiden Kassenprüfern Dr. Weber und Dr. Rössler geprüft, es wurden keine Mängel festgestellt. Der Antrag für die Entlastung des Kassenwarts wird mit 37 Stimmen, ohne Gegenstimme, bei einer Enthaltung angenommen.

4. Satzungsänderung:

Der Vorstand hatte nach der letzten Mitgliederversammlung auftragsgemäß Vorschläge für Satzungsänderungen des BVASK e.V. erarbeitet. Die vorgeschlagenen Änderungen betrafen die Ausweitung des Geschäftsfeldes des Verbandes auf alle „Ambulante Muskuloskelettale Interventionen” und die Möglichkeit, auch Klinikern die Mitgliedschaft zu ermöglichen.

Ausweitung der Möglichkeit zur Mitgliedschaft:

Die bisherige Formulierung:
Mitglied können alle niedergelassenen Fachärzte für Chirurgie und/oder Orthopädie werden, die die vom Verband aufgestellten Qualitätsanforderungen bei der ambulanten Arthroskopie einhalten. Die Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt durch den Vorstand aufgrund einer schriftlichen Beitrittserklärung.

Sollte ersetzt werden durch:
Mitglied können alle Fachärzte für Chirurgie/ Unfallchirurgie und/oder Orthopädie werden, die ambulante Operationen am Bewegungsapparat durchführen und die vom Verband aufgestellten Qualitätsanforderungen einhalten. Die Teilnahme an der verbandseigenen Qualitätssicherung in der jeweils gültigen Form ist verbindlich. Die Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt durch den Vorstand aufgrund einer schriftlichen Beitrittserklärung. Nach ausgiebiger Diskussion wurde über den Antrag abgestimmt. Er wurde mit 33 Stimmen bei zwei Enthaltungen und drei Gegenstimmen angenommen.

Namensergänzung

Bisherige Formulierung:
Der Verein führt den Namen „Bundesverband für ambulante Arthroskopie e.V.” und ist ein Zusammenschluss niedergelassener Fachärzte für Chirurgie und/oder Orthopädie aus dem gesamten Bundesgebiet. Der Verein hat seinen Sitz in Bochum und ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Bochum unter der Nummer 14 VR 2392 vom 08.06.1989 eingetragen.

Sollte ersetzt werden durch:
Der Verein führt den Namen „Bundesverband für ambulante Arthroskopie und muskuloskelettale Interventionen e.V.” und ist ein Zusammenschluss von Fachärzten für Chirurgie und/oder Orthopädie aus dem gesamten Bundesgebiet. Der Verein hat seinen Sitz in Bochum und ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Bochum unter der Nummer 14 VR 2392 vom 08.06.1989 eingetragen.

Auch dieser Antrag wurde ebenfalls von den Mitgliedern ausgiebig diskutiert. Bei der darauffolgenden Abstimmung wurde er mit fünf Jastimmen, fünf Enthaltungen und 28 Gegenstimmen abgelehnt.

5. Sonstiges:

Internet-Aktivitäten:
Es ist geplant, die Qualitätssicherung des BVASK über eine Internet-Befragung auszudehnen. Operierte Patienten könnten dann ein Online-Formular ausfüllen, damit könnte man den Verlauf und das Ergebnis der durchgeführten OP auch über einen längeren Zeitraum verfolgen.

Für Mitglieder des BVASK soll demnächst ein Internet-Forum zur Diskussion und Weitergabe von Informationen eingerichtet werden.


17. BVASK-Kongress und Hauptversammlung München, Praterinsel, 26. und 27. Mai 2006

Kongress für ambulante Operateure in Klinik und Praxis
Arthroskopie und Osteotomie mit Präparatekursen und Workshops

EINLADUNG

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ganz herzlich möchte ich Sie zu unserem Jahreskongress 2006 einladen. Die Ortswahl fiel diesmal auf München. Hiermit setzen wir die Tradition attraktiver Kongressorte fort. Lassen Sie sich von der ausgewählten ‚Location’ überraschen.
Aber wir wollen nicht nur mit spektakulären Veranstaltungsorten glänzen. Unser Hauptaugenmerk gilt - wie immer - der Qualität des wissenschaftlichen Programmes. Zusätzlich zum Vortragsblock werden Präparatekurse und Workshops durchgeführt.
Des Weiteren stehen wieder die beliebten berufspolitischen- und abrechnungstechnischen Seminare an.
Das Thema der Jahrestagung 2006 lautet „Arthroskopie und Osteotomie”.
Zusätzlich werden wir uns mit organisatorischen, strukturellen und personellen Themen rund um das Ambulante Operieren beschäftigen. Dieses Angebot richtet sich auch und insbesondere an Kliniker, die seit 2005 Mitglied in unserem Verband werden können.
Der Vorstand lädt Sie alle herzlich zur Teilnahme an dieser Veranstaltung ein, die nicht nur Spitzenleistungen im Bereich des wissenschaftlichen Programms, sondern auch gesellschaftliche Höhepunkte bieten soll.
Für Ihre Familienmitglieder und Sie selbst bietet sich die Möglichkeit eines Kurzurlaubs in München, da der 25. Mai 2005 in den meisten Bundesländern ein Feiertag (Christi Himmelfahrt) ist.
Wir freuen uns, Sie in München begrüßen zu dürfen.

Für den Vorstand

Dr. med. E. Ingenhoven
1. Vorsitzender

 

PROGRAMM

Freitag 26.5.2006
Wissenschaftliches Programm

09.00 – 16.00 Präparatekurse in der Anatomischen Anstalt der Ludwig-Maximilians-Universität München
Bustransfer gruppenweise ab Hotel 7.30 – 14.00 Uhr
Kurse:
Obere Extremität (Schulter/Ellenbogen/Hand)
O1: Intraartikuläre Fixationstechniken Schulter
O2: Ellbogengelenksarthroskopie
O3: Handgelenksarthroskopie
Untere Extremität (Knie/OSG)
U1: Meniskusnahttechniken
U2: Valgisierende und varisierende Osteotomien
U3: Tuberositasmedialisierung Pressfit
U4: Entnahmetechnik Semitendinosussehne
U5: Innenknöchelosteotomie OSG mit OATS, ACT

Parallel
• Hospitationen
• Kurs ‚Ambulantes Operieren für Kliniker’
• Kurs ‚Dokumentieren mit Qualis®, Qualitätssicherung des BVASK’

16.00 Bustransfer Hotel - Praterinsel
16.00 – 17.00 Kaffeepause/Industrieausstellung
17.00 – 18.30 Mitgliederversammlung des BVASK e.V. mit Wahlen zum Vorstand

ab 19.00
BVASK-Abend auf der Praterinsel

Samstag 27.5.2006
Wissenschaftliches Programm

09.00 – 11.00 Knie - Knorpelchirurgie und Umstellung
- Kniegelenknahe Osteotomien
- Open-, Closed- Wedge Osteotomie

11.00 – 11.30 Kaffeepause/Industrieausstellung

11.30 – 12.30 Femuropatellargelenk
- Osteotomie
- Trochleaplastik

12.30 – 13.30 Mittagspause/Industrieausstellung

13.30 – 14.30 Hüftgelenk
- ASK und Umstellung

14.30 – 15.00 Kaffeepause/Industrieausstellung

15.00 – 17.00 OSG/USG
- Temporäre IK-OT und Knorpelreparatur
- Arthroskopische Arthrodese

17.00 – 18.00 Aktuelle Berufspolitische Stunde/EBM

18.00 Ende der Veranstaltung
Ausgabe der Teilnahmebescheinigung
CME-Zertifizierung bei der Bayerischen Landesärztekammer beantragt

Organisatorische Hinweise

Teilnahmegebühren

Kongress:
BVASK-Mitglieder: 95 Euro
Nichtmitglieder: 180 Euro
Präparatekurs: je 150 Euro
OP-Hospitation: Transferkosten
BVASK-Abend: 30 Euro
Die Theoriekurse ,Ambulantes Operieren für Kliniker’ und ,Dokumentieren
mit Qualis®, Qualitätssicherung des BVASK’ sind für
Kongressteilnehmer kostenfrei, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich.

Kongress-Anmeldung:

ProSympos GmbH
Congress Organisation
Cathostraße 3, 45356 Essen
Tel.: 0201/ 33 01 300
Fax: 0201/ 33 01 304
information@prosympos.de
www.prosympos.de

Ort:

Tagung und Theoriekurse:
Aktionsforum Praterinsel
Praterinsel 3-4, 80538 München
www.praterinsel.org
Präparatekurse:
Anatomische Anstalt der
Ludwig-Maximilians-Universität München
Pettenkoferstraße 11, 80336 München
OP-Hospitation:
Veranstaltungsorte werden noch bekannt gegeben
Abendveranstaltung:
Praterinsel

Übernachtung:

Zur Übernachtung wurde folgendes 4*-Hotel ausgewählt:

Dorint Novotel München City
Hochstraße 11
81669 München
Bei der Buchung über die ProSympos GmbH (Anmeldeformular) stehen die Zimmer dort zu folgenden Sonderkonditionen zur Verfügung:
EZ Ü/F: 109 Euro, DZ Ü/F: 125 Euro

Das Hotel ist ca. 5 Pkw-Minuten und 10-15 Gehminuten von der Praterinsel entfernt.
Zu den Präparatekursen in der Anatomie und zur Praterinsel wird ein Busshuttle eingesetzt.

Aufgrund des Feiertages und der zeitlichen Nähe zur Fußball-WM empfehlen wir eine frühzeitige Hotelreservierung.

Weitere Hotels in der Nähe der Praterinsel:
Hilton München City,
Rosenheimerstraße 15,
81667 München
Tel: 089/ 4804-0

Holiday Inn Munich City Centre,
Hochstraße 3,
81669 München
Tel: 089/ 48030

Hotel in der Nähe der Anatomie:
Maritim-Hotel
Goethestraße 7
80336 München
Tel: 089/ 55235-860

Eine Gesamtliste aller Münchener Hotels und weitere Tourismusinformationen bietet das
Tourismusamt München
Sendlinger Str. 1
80331 München
Tel: 089/ 233 965 00
Fax: 089/ 233 30 233
http://www.muenchen.de/Rathaus/raw/Tourismusamt/37791/index.html

Parkplätze:

Wie in der gesamten Münchener City ist auch im Bereich der Anatomie sowie im Bereich der Praterinsel die Parkplatzsituaion begrenzt.

Das Dorint-Novotel verfügt über eine Tiefgarage.
Zwischen dem Hotel und der Anatomie sowie der Praterinsel wird ein Busshuttle eingesetzt. In der Nähe der Praterinsel befindet sich die Tiefgarage des Gasteig (Rosenheimer Straße 5, 81667 München), die genutzt werden kann (Tageskarte derzeit 12 Euro). Von dort sind es ca. 5-10 Gehminuten zur Praterinsel.