Nachlese |
||
|
17. Jahres-Kongress des Bundesverband für Ambulante
Arthroskopie e.V.
Allen Kolleginnen und Kollegen, die nicht die Gelegenheit hatten, am 26. und 27. Mai unseren Jahreskongress in München zu besuchen, sei zum Troste versichert, sie brauchen nur zwei Jahre Geduld, um eine ähnliche Veranstaltung im familiären Kreis des BVASK erleben zu können. Im nächsten Jahr findet ein Gemeinschaftskongress mit der AGA statt. Das Thema des diesjährigen Kongresses lautete "Arthroskopie und Osteotomie". Zur Einstimmung gab es am Freitag Gelegenheit, in der Anatomischen Anstalt der Ludwig-Maximilians-Universität Präparatekurse zu besuchen, die unter verantwortlicher Federführung von Friedhelm Schmitz standen und eine beachtliche Themenbreite aufzuweisen hatten. Es stand genügend Zeit zur Verfügung, unter Anleitung kompetenter Instruktoren "hands on" die verschiedenen OP-Techniken mit den jeweiligen Spezialinstrumentarien zu üben, die von den beteiligten Ausrüsterfirmen dankenswerterweise zur Verfügung gestellt waren. Am Nachmittag lief dann parallel ein theoretischer Kurs zur Dokumentation mit "Qualis", dem Qualitätssicherungsprogramm des BVASK, sowie ein weiterer zum ambulanten Operieren im Krankenhaus. Die Mitgliederversammlung am späten Nachmittag mit den Wahlen zum Vorstand erwies sich als Wiedersehenstreffen des harten Kernes der BVASK-ler, jedes neue Gesicht wurde dennoch erfreut zur Kenntnis genommen. Größere Schwierigkeiten beim Nachzählen der Köpfe soll es indes nicht gegeben haben. Eine Kurzzusammenfassung der MV ist in der letzten Kompakt AMSI nachzulesen. Gesellschaftlicher Höhepunkt des Kongresses war der "Afrikanische Abend auf der Praterinsel". In lockeren Gesprächsrunden, gestärkt durch allerlei – teils exotische Köstlichkeiten bei gutem Wein, warteten viele auf Baströckchen, afrikanische Klänge und den Wettbewerb unter der Limbostange, aber leider vergebens. Nach einem sehr schönen, langen, feucht-fröhlichen Abend waren erstaunlicherweise am nächsten Tag keine Verluste zu verzeichnen, der Vortragssaal für die Wissenschaft war bis auf den letzten Platz gefüllt, alle waren gespannt und konzentriert bei den Vortragsthemen, die sich durch ungewöhnliche Praxisnähe auszeichneten. Die anschließenden Diskussionen zeugten von guter Themenwahl und regem Interesse der Zuhörer. Den Vortragenden sei im Nachhinein nochmals Dank im Namen des Vorstandes ausgesprochen. Dass ein Kongress dieses Umfanges nur unter Beteiligung der Industrie stattfinden kann, ist allgemein bekannt, sei im besonderen Falle aber nochmals besonders gewürdigt. Die traditionelle "Aktuelle Berufspolitische Stunde" am Ende des diesjährigen BVASK-Kongresses stand im Zeichen der in weiten Teilen unübersichtlichen Umwälzungen im deutschen Gesundheitswesen, der Rolle und Einflussmöglichkeiten der ärztlichen Standesvertretungen im Hinblick auf die berechtigten Forderungen der arthroskopisch tätigen Ärzte, und möglicher Kooperations- und Separatverträge. Fazit: Ein gelungener Kongress in ansprechendem Ambiente, von dem jeder Teilnehmer einiges für seine Tätigkeit mit nach Hause genommen haben dürfte, ein Wiedersehen mit den Freunden und Bekannten im BVASK, dem Gefühl – es hat sich mal wieder gelohnt.
|
